Logbuch

>> 4. August 2008

Alhambra bei Nacht

Am vergangenen Freitag sind wir ins 350 Kilometer entfernte Granada aufgebrochen, um am Abend die Alhambra zu besuchen. Nach vier Stunden Fahrt haben wir uns erstmal in unserem sehr gut klimatisierten Hotelzimmer erholt. Anschließend ging es ins fast 40 Grad heiße Zentrum von Granada. Enge Gassen, Gewürzstände, kleine Geschäfte, imposante Kirchen und lebhafte Plätze geben dem Ort ein ganz besonders Flair mit vielen arabischen und christlichen Elementen.

Um 21.30 Uhr konnten wir dann endlich in die Alhambra. Es war wesentlich weniger los als wir gedacht hatten, sodass wir uns alles ganz in Ruhe anschauen konnten. Unter einem sternenklaren Himmel waren die vielen Türme, Plätze und Paläste wunderschön ausgeleuchtet. Vor allem in den Nasridenpalästen wirkte dieses Wechselspiel aus Licht und nächtlicher Dunkelheit besonders beeindruckend. Jeder Raum war noch schöner, noch kunstvoller und noch aufwändiger gestaltet und dekoriert als der andere. Arabische Schriftzüge, künstliche Stalaktiten und Millionen von Ornamenten, dazu Brunnen und Wasseranlagen wechseln sich hier ab. Und zwischen den zahlreichen Torbögen flogen immer wieder Fledermäuse hindurch und verschwanden anschließend in der Dunkelheit. So kamen wir uns schon ein bisschen verzaubert vor - wie im Märchen von 1001 Nacht.

Der Rückweg führte uns am Samstag auf schmalen Serpentinen quer durch die Sierra Nevada ...

... bis ans Meer bei Almeria. Am Capo de Gata konnten wir dann dem kilometerlangen Sandstrand nicht widerstehen ...

... und stürzten uns ins kühle Nass und genossen anschließend einen atemberaubenden Blick vom Kap aufs Meer.

Zurück im Hafen konnte wir nach zwei Tagen, fast 1.000 Kilometern und unzähligen neuen Eindrücken nur noch geschafft in unsere Kojen fallen.

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